Sicherheit von Elektroautos

Wie sicher sind aktuelle Elektroautos?

Die jüngst von Euro NCAP durchgeführten Crashtests zeigen, wie sicher entsprechend konstruierte Elektrofahrzeuge sein können. Beispiel Jaguar I-Pace: Das 4,68 Meter lange und 2,2 Tonnen schwere Crossover-SUV erzielte die Maximalwertung von fünf Sternen. Auch beim Seiten- und Pfahlaufprall wurden keine gefährlichen Deformationen an dem Akkugehäuse verzeichnet. Auch das derzeit wohl spektakulärste Elektroauto, der Tesla Model 3, erreichte im Euro NCAP volle fünf Sterne und übertrifft die dafür erforderlichen Punktzahlen deutlich.

Der seitliche Aufprall mit einem Rammbock sowie der seitliche Einschlag eines Pfahls haben für moderne Elektroautos besondere Bedeutung. Die Batterien sind in der Regel nämlich in einem großen Block im Unterboden verbaut. Der Deformationsraum des Fahrzeuges an der Seite ist geringer als am Heck oder an der Front des Autos. Insofern ist der Seitenaufprall der sensible Punkt eines E-Fahrzeuges. Das gilt auch für den i-Pace.

Hinsichtlich der positiven Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass der Seitenaufprall per Rammbock mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h, der Pfahlaufprall mit 34 km/h durchgeführt wird. Über den Umfang und das Risiko von Deformationen bei noch höheren Geschwindigkeiten geben die Crashs keine Auskunft.

Wie hoch ist das Risiko eines Fahrzeugbrandes?

Das Risiko eines Brandes ist vergleichsweise gering, da aktuelle Elektroautos bei einem Unfall genauso sicher sind wie herkömmliche Autos und das Hochvoltsystem in der Regel nach einem Unfall mit Auslösung des Airbag abgeschaltet wird.

Weil das Thema Sicherheit von Elektrofahrzeugen in der Öffentlichkeit immer wieder und sehr unterschiedlich diskutiert wird, hat der ADAC frühzeitig entsprechende Tests durchgeführt. Ein Crashtest-Vergleich vom elektrisch angetriebenen VW e-up! mit dem normalen VW up! hat zum Beispiel gezeigt, dass beide Fahrzeuge volle 5 Sterne erreichen.

Die für den Crash relevanten Strukturen sind bei beiden Fahrzeugen identisch. Der Batteriepack wurde darüber hinaus mit einem Rahmen verstärkt und unterhalb des Fahrzeuges verbaut. Das wirkt versteifend, bringt aber auch zusätzlich Gewicht von knapp 250 kg.

Ein Vergleich nach dem Frontalzusammenstoß mit 64 km/h bei 40 Prozent Überdeckung (beide Fronten etwa zur Hälfte versetzt) zeigt deutlich, dass der VW up! mit dem zusätzlichen Gewicht durch die Batterien keine Einbußen in der Sicherheit mit sich bringt. Die Fahrzeugstruktur weist keine höheren Deformationswerte auf und auch die Belastungswerte für die Insassen sind identisch mit denen der benzinbetriebenen up!-Variante. Die Sicherheit des Hochvolt-Systems und der Fahrzeugbatterien war jederzeit gewährleistet.

Die Deformation des Unterbodens endete weit vor dem Batteriepack, und auch die elektrische Abschaltung des Hochvolt-Systems reagierte binnen Millisekunden auf den Unfall und trennte über ein Relais die Verbindungsleitung zwischen Batteriepack und Hochvolt-Leitungen zum Elektroantrieb. Die Batterie entzündete sich nicht, es bestand keine Brandgefahr.

Unsere Bewertung

Eine Beschädigung der Batterien stellt den kritischsten Fall im Unfallgeschehen dar – und muss daher bei der Konstruktion des Fahrzeuges so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund betreiben die Hersteller einen immer größeren technischen Aufwand, die Batteriepacks im Unterboden der Fahrzeuge vor Deformation zu schützen.

Keines der aktuellen Elektroautos ist bislang bei einem Crashtest negativ aufgefallen. Im Vergleich mit herkömmlich angetriebenen Pkw ist die Sicherheit von Elektroautos wegen der optimierten Crashstruktur im Fahrzeug sogar oft besser.

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