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Elektroauto Reichweiten

Grundsätzliches

Die Reichweite eines Elektroautos ist von der Ladekapazität des Akkus, dem Verbrauch, der Abhängig von Fahrweise und Witterung ist.

Da sich die Akkukapazitäten in den letzten Jahren deutlich erhöht haben, sind auch die Reichweiten gestiegen. So erreichen viele Modelle mittlerweile deutlich über 350 km. Spitzenreiter sind bisher die Modelle der Fima Tesla mit über 600 km Reichweite nach NEFZ und entsprechend großen Akkus.

Der Energieverbrauch, wie oben erwähnt und damit die Reichweite hängt von Geschwindigkeit, Streckenprofil, Witterungsbedingungen und zusätzlichen Verbrauchern, wie Heizung etc. ab. So kann der Verbrauch auf der Autobahn mit 130 km/h fast doppelt so hoch sein wie im Vergleich zum Stadtverkehr. Das liegt zu Teil auch daran, dass in der Stadt häufiger gebremst wird und somit mehr Bremsenergie zurückgewonnen wird.

Auch der Streckenzustand, die Topografie, das Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsbegrenzungen haben einen Einfluss auf den Verbrauch. Die Witterungsbedingungen und zusätzliche Verbraucher sind darüber hinaus deutlich wichtiger als beim Verbrenner. Zum einen arbeitet der Akku bei sehr kalten oder sehr warmen Temperaturen schlechter. Zum anderen muss der Energiebedarf für Heizung oder besser gesagt die Klimaanlage aus dem Akku herangezogen werden. Das begründet sich in der Tatsache das im Gegensatz zum Verbrennungsmotor keine Abwärme genutzt werden kann. So reduziert sich zum Beispiel die Reichweite eines Battery Electric Vehicle (BEV) bei Temperaturen um 0°C im Vergleich zu 15°C um etwa 20 %.

Geschwindigkeitsabhängige Reichweite

Modell

Maximale Reichweite laut Herstellerangaben

BMW i3

310 km

Nissan Leaf

380 km

Renault Zoe

400 km

Mercedes-Benz EQC (Ende 2019)

450 km

Kia e-Soul

452 km

Kia e-Niro

455 km

Jaguar I-Pace

470 km

Hyundai Kona Elektro

480 km

Porsche Taycan (Ende 2019)

500 km

Opel Ampera-e

520 km

Tesla Model X

565 km

Tesla Model 3

580 km

Tesla Model S

600 km

Begrenzte Reichweite gehört der Vergangenheit an!

Im Jahr 2019 hat sich einiges getan:

Zahlreiche Stromer sind inzwischen in der Lage, manchen Verbrenner in Bezug auf Reichweite in den Schatten zu stellen. Viele Elektrofahrzeuge erreichen heute eine Reichweite von 350 km und mehr mit einer einzigen Akku - Ladung. Das liegt zum größten Teil an der stetigen Weiterentwicklung der Batterien und die effiziente Nutzung der benötigten Abrufenergie, die Elektromotoren für den Vortrieb benötigen.

Während die Reichweite von Elektroautos stetig erhöht, verbessert sich auch die Infrastruktur von Lademöglichkeiten:

Viele Tankstellen, Supermärkte und Parkhäuser bieten inzwischen Parkplätze an, auf denen man sein Elektroauto (zum Teil kostenlos) laden kann. Auch in den Städten tut sich einiges. Immer mehr Parkplätze werden mit Ladesäulen ausgestattet und den Stromern vorbehalten.

Die Reichweitenangst

Reichweitenangst ist die Angst des Fahrers (insbesondere beim Fahren mit einem Elektrofahrzeug), dass die Reichweite seines Fahrzeugs zur Beendigung der aktuellen Fahrt nicht ausreichend sein könnte, d. h. wegen leerer Batterie auf der Strecke fernab der Aufladeinfrastruktur liegen zu bleiben. Der Begriff ist auch ein Schlagwort in der öffentlichen Diskussion um die Elektromobilität, speziell von Elektroautos.

Hintergrund dieser Sorge sind die beschränkte Batteriekapazität und die damit verbundene geringere Reichweite eines Elektrofahrzeugs verglichen mit konventionellen Fahrzeugen, sowie die häufig langen Aufladezeiten, die selbst bei vorhandener Nachlademöglichkeit erhebliche Verzögerungen im Reiseablauf nach sich führen können. Hinzu kommt das Problem, dass die Ladezustandsanzeigen nicht so zuverlässig arbeiten, dass man daraus verlässliche Rückschlüsse auf die noch vorhandene Reichweite ziehen kann. Der Begriff wurde als range anxiety in den 1990er Jahren in den USA von den Fahrern des GM EV1, dem ersten modernen Elektro-PKW der Neuzeit, damals noch mit Bleiakkus ausgestattet, geprägt.

In Norwegen, wo Elektroautos sehr verbreitet sind, wurde 2013 der neue Begriff rekkeviddeangst vom Rat für Norwegische Sprache auf den zweiten Platz der Liste der „Worte des Jahres“ gewählt.

Die Weiterentwicklung der Fahrzeuge erlaubt auch immer größere Akkukapazitäten in den Elektroautos. Eine Zwischenlösung sind Reichweitenverlängerer, so genannte Range Extender, etwa in Form von benzingetriebenen Stromgeneratoren. BMW bietet für sein Modell BMW i3 eine Variante mit integriertem Range Extender an. Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge nähern sich der Thematik von Hybridtechnologieseite.

Reichenweitenangst ist ein Schlagwort in der Debatte um die Marktetablierung von Elektroautos. Das Wort ist auch Teil des Begriffs R.I.P, der englischen Abkürzung für rest in peace (deutsch.: Ruhe in Frieden). R.I.P. wird in der Elektroautodebatte jedoch mit Reichweite, Infrastruktur (=Ladesäulenangebot), Preis übersetzt, den drei Kriterien, die als entscheidend für den Markterfolg angesehen werden. Eine real erreichbare verbrennungsmotorfahrzeugähnliche Reichweite von mindestens 400 bis 500 Kilometern und problemlos erreich- und bedienbare Ladesäulen werden als Kriterium gesehen, bei denen die Reichweitenangst deutlich in den Hintergrund rückt.

Und was ist zur Reichweitenangst noch zu sagen?

Reichweitenangst ist unbegründet. Das ergibt sich allein aus dem Begriff "Angst". Angst ist das anhaltende Gefühl einer diffusen, nicht zu akut realen Gefahr. Furcht hingegen wäre die begründete Angst, die eine substanzielle reale Gefahr als Auslöser hat.

Betrachtet man die ganze Sache realistisch, so ist schnell klar - es ist Unwissenheit, die zur Reichweitenangst führt. Der Fahrer eines Verbrenners muss ebenso an Tankstopps denken, wenn eine längere Distanz zurückgelegt werden soll. Es ist wie in fast allen Bereichen des Lebens eine Frage der Planung und Organisation. Mit zunehmendem Ausbau des Netzes an Schnelladern sollte dieses völlig unbegründete Phänomen bald der Vergangenheit angehören. - Wir leben in 2020 und nicht im vom Aberglauben beherrschten Mittelalter!

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